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Erzählende Webshops

Narratives Marketing habe ich auf NetzSCHREIER schonmal angekündigt. Ohne eine Definition darüber zu verfassen, kündige ich lieber einen Feldversuch an:

„Ewee“ ist der Arbeitstitel eines Projektes, das die Kreation eines erzählenden Webshops zum Ziel hat.

Wie die erzählte Geschichte aussieht oder welche Produkte dort vertrieben werden, steht bisher noch nicht fest. Das einzige, was zum jetzigen Zeitpunkt fix ist: Ewee ist aktuell ein Kunstprojekt, das mehr beweisen soll, wie sehr der erzählerische Ansatz beim Webshoppen funktioniert.

Sollten mutige Partner Interesse an einer testweise Integration von Ewee in einen bestehenden Online-Shop haben, sind Anfragen am besten an ewee@invidea-media.de zu richten.

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Eingeordnet unter Narratives Marketing

Internet ist kein Offline-Händler-Kanal

Was sind Offline-Händler?

Wie es Tante-Emma früher gemacht hat: Waren vom Großhändler eingekauft und mit Gewinnaufschlag an die Endkunden weiterverkauft. Alle, die mit dieser Strategie ein eigenes Geschäft am Laufen halten möchten, nennen wir mal „Offline-Händler“.

In den Anfangsjahren des Internets funktionierte diese Herangehensweise auch online. Mit einer Verkaufsseite stellt man Waren mit Bildern und kurzen Beschreibungen vor und verkaufte sie über einen mehr oder weniger intuitiv gestalteten Online-Shop. Offline-Händler konnten damit tatsächlich Erfolg haben. In heutiger Zeit wird dies allerdings schwieriger (es funktioniert überwiegend noch in Nischenbereichen).

Wieso bleibt der Erfolg aus?

Die Offline-Händler-Strategie scheitert aus zwei offensichtlichen Gründen:

  • Hersteller von Produkten des eigenen Sortiments verkaufen die Waren über deren eigene Webseite
  • die Händlerkonkurrenz ist zu groß

Es gibt eine einzige Lösung für dieses Problem: Biete mehr als alle anderen.

Leider führt dieser Ansatz in unzähligen Fällen zum Preiskrieg, was nur auf den ersten Blick dem Endkunden freuen sollte. Immerhin sinkt mit dem Preis oftmals auch die Qualität der zusätzlichen Dienstleistung.

Besser sein als alle anderen (also sowohl Händlerkollegen als auch Hersteller der eigens angebotenen Produkte) sollte vielmehr heißen, dass man sich die Wünsche der Kunden ansieht. Was benötigen Käufer des Produktes zusätzlich? Gibt es Möglichkeiten Produktpakete zu schnüren? Fehlen vielen Menschen Informationen, die ihnen der Hersteller nicht geben kann?

In diesen Fragen kann der Schlüssel zum Erfolg in der heutigen Zeit liegen.

Offline-Händler und Online-Händler unterscheiden sich

Das bedeutet zusammengefasst, dass der Händler im Internet des 21. Jahrhunderts andere Schwerpunkte setzen muss als der Händler der Realwelt außerhalb des Internets.

Er muss auf die Marktgegebenheiten reagieren. Dies ist vor allem die nationale, wenn nicht gar globale Konkurrenz. Ein Offline-Händler hatte die Konkurrenz in greifbarer Nähe. Je nach Branche sind dies vielleicht 10 bis 200 Kilometer.

Doch im Internet ist die 800 Kilometer entfernte Konkurrenz nur einen Klick weit entfernt. Und deshalb reicht ein gutes Sortiment alleine einfach nicht mehr aus.

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Konkurrenz interglobal

Tante Emma hatte früher den nach ihr benannten Laden. Es kamen die Dorfbewohner und kauften Lebensmittel, Nähzeug und Seife. Die Seife wurde mal um 7 Pfennig teurer – das hat vor allem Frau Schmitt geärgert. Seit 20 Jahren kauft sie bei Tante Emma und die Seife wurde nie teurer. Die Woche darauf hat Frau Schmitt sich aber wieder beruhigt.

ZeitSPRUNG

Heute sitzt Tante Emma vor ihrem Webshop und bearbeitet die Emails. Ein Kunde verlangt sein Geld zurück. Er habe bereits vergangene Woche die Ware zurückgeschickt. Er möchte sie nicht mehr haben, weil er das selbe Produkt in einem anderen Shop um 80 Cent günstiger gefunden hat. Tante Emma antwortet, dass sie den Preis um 90 Cent reduzieren wird und bietet dem Kunden an, die Ware wieder – ohne zusätzliche Kosten für ihn – auf die Reise zu schicken und 90 Cent zurückzuüberweisen.

Tante Emma bietet bereits Hintergrundinfos über ihre Produkte auf ihrer Homepage und muss trotzdem die Preise der Konkurrenz mitgehen. Seit sie damals ihren schönen Dorfladen aufgeben musste, weil er von Discountern geschluckt wurde, muss sie im ganzen Land Internet-Werbung schalten. Diese hohen Kosten fressen die Gewinne auf.

ZeitSPRUNG

Beim Surfen durch das weltweite Netz kann man in Produktrubriken und nach Regionen geordnet Hersteller finden, die ihre Produkte auf der eigenen Internetseite vertreiben. Langfristige Markenbildung ist ins Zentrum der Werbeziele gerückt und nicht mehr nur kurzfristige Umsatzsteigerung einer Produktlinie. Online-Shops gibt es noch – doch diese verkaufen ihr Know-How, Beratung und zusätzliche Dienstleistungen rund um die Produkte. Die meisten Online-Shops existieren für spezielle Nischen.

Wo könnte Tante Emma gerade sein?

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