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Datenbankgestützte Webseite kostet fast nix

Vor kurzem wurde mir wieder einmal versteckt zwischen den Zeilen vorgeworfen, die Internet-Branche würde sich in zu hohen Honorarforderungen suhlen und Internetseiten sind ja heutzutage wirklich nicht mehr sehr kompliziert zu realisieren.

Weiter: Sogar „datenbankgestützte dynamische Internetseiten“ seien in unter einer Stunde machbar. Und da wäre dann sogar schon das Webdesign dabei.

Ich schmunzelte die Sache erstmal mit etwas Internet-Branchen-Arroganz vom Tisch. Die letzten Tage holte ich noch etwas Luft und jetzt sage ich:

Ja, klar geht das inklusive Webdesign in unter einer Stunde. Logisch ist da eine Datenbank im Hintergrund dabei – obwohl ich gerade nicht genau weiß, wieso das jetzt extra erwähnt wird. Die meisten CMS laufen heute mit einer Datenbank. Meinem Web-Kunden interessiert das aber eher selten.

Gebe ich also der Kritik einfach freie Fahrt? – Nö, weil die Aussage Unsinn ist.

Internet-Agenturen verkaufen keine Standard-Weblayouts mit CMS-Basisinstallationen. Ein Content-Management-System ist zwar wirklich in der Grundausstattung unter einer Stunde installiert. Allerdings hat der Kunde dann erstmal nur eine nackte Webseite mit Beispielinhalten.

Es fehlt die Planung für die Inhalte und das gesamte Internetkonzept mit Beratung, wie die Seite in das Gesamtkonzept und das Firmenmarketing einzubinden ist. Dazu gehört an Land gezogenes Wissen über Zielgruppen (ja, das steht hier im Plural), aber auch Wissen über Useability, eine integrierte Corporate Identity, Beratung und Durchführung über mögliche Kundenbindungsmaßnahmen und so weiter und so fort.

Für eine Unternehmenswebseite gehört zumindest die Mehrzahl dieser Positionen (inzwischen) zur Pflicht.

Der Kritiker hat da etwas Kurzsichtigkeit bewiesen: Auf seiner „Unter-einer-Stunde-läufts“-Lösung sitzen gerade einmal die Kumpels, die die Seite auf Anzeige-Fehler und Vertipper testen. Die anderen Kunden werden erstmal auf sich warten lassen.

Wer sparen möchte, darf natürlich gerne einen solchen Schnellschuss riskieren. Die Kunden kommen dann vielleicht über Suchmaschinenwerbung (kostet übrigens auch wieder was). „Irgendwann“ können Sie dann in den Suchmaschinenergebnissen bestimmt auf Seite 1 stehen. Und dann hat es sich bestimmt rentiert, von Anfang an lieber die günstigere Variante des Webdesign genommen zu haben.

Die Imageverluste durch unüberlegte Aussagen auf der Webseite oder fehlerhaftes Kommunikationsdesign werden wir dann schon in ebenso kurzer Zeit wieder kitten können.

Gottlob sind die Kunden da draußen inzwischen schon weiter als der Kritiker.

Dieser wird den Beitrag hier mal wieder als typisch Internet-Branche sehen: Da hat man nur seine Meinung gesagt und die Web-Fuzzies reagieren gleich pampig und reden sich raus. Abartig diese Branche, nicht wahr?!

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Design-Wert bei Internet-Marketing

Homepages werden immer wieder baukastenmäßig zum Schnellschuss zusammengeschustert. Was für Vereine aus Kostengründen verständlich ist, kann bei professionellen Projekten negative Folgen haben.

Der berühmte erste Eindruck

Unterschätze nie die Macht von Kommunikationsdesign! Immerhin sind Internetseiten nichts anderes als zweidimensionale Flächen, deren Inhalte gesehen werden sollen. Welches Ziel dabei beim Betrachter verfolgt wird, ist unerheblich. Dies kann der Kauf eines Produktes (kommerzielle Seite) oder auch nur das Merken von Informationen (z.B. politische Seiten) sein.

Das Aussehen der Seite – dazu gehört auch die Übersichtlichkeit und die Farbgebung – sollte sich von vornherein an den gewünschten Betrachtern – der Zielgruppe – orientieren. Nur wenn sich die Adressaten auf den ersten Blick an der richtigen Stelle fühlen, bleiben sie zur weiteren  Entdeckungsreise.

Visuelles Design transportiert Eindrücke

Auch nach dem ersten Eindruck hört der Sinn eines durchdachten Grafikdesigns inkl. Layout nicht auf: Durch die geschickte Verwendung von Grafikelementen kann der Betrachter ohne viel Lesen bereits Informationen über den Inhalt der Seite erhalten. Farben und Formen bieten wortlose Möglichkeiten der Kommunikation.

Gerade diejenigen Details, die nicht bewusst vom Seitennutzer wahrgenommen werden, wirken am stärksten. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Seitenbetreiber entweder selbst diese Details einsetzen oder einem guten Internetdienstleister mit Grafikdesigner diese Aufgabe anvertrauen.

Keine Billig-Produktion für Profi-Unternehmen

Wer eine Unternehmens-Internetseite von einem Hobby-Programmierer online stellen lässt oder einen Gratis-Baukasten für die Realisierung des Projektes verwendet, fährt in eine Sackgasse.

Wer an dieser Stelle Geld spart, zahlt doppelt. Vor allem ein möglicher Imageverlust durch unüberlegte Webauftritte wird umso wahrscheinlicher, je weniger ein Internet-Dienstleister nach den Zielsetzungen und den hauptsächlichen Kunden fragt.

Corporate Identity ist in der Realwelt vielen Unternehmen wichtig. Was online passiert grenzt oft an eine Hauptsache-schnell-im-Internet-Einstellung.

Design in Zukunft

Das Zeitalter der Klick-Dir-Deine-Homepage-zusammen-Lösungen sollte für den professionellen Bereich langsam vorbei sein. Das Potential von Internetseiten kann nur ausgenutzt werden, wenn man für eine Grundinvestition bereit ist. Früher wurde gespart und sich danach gewundert, dass es nichts nutzt.

Es ist davon auszugehen, dass der Designwert wieder mehr ins Zentrum rücken wird. Natürlich möchte man an unwichtigen Sachen sparen. Und die Grafik ist mehr die Kür als die Pflicht. Doch gerade in der Kür hebt man sich von Konkurrenzanbietern ab. Und das ist das Ziel von Werbung und damit im Business-Bereich auch das Ziel von Internetauftritten: Sich abheben.

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