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Erzählende Webshops

Narratives Marketing habe ich auf NetzSCHREIER schonmal angekündigt. Ohne eine Definition darüber zu verfassen, kündige ich lieber einen Feldversuch an:

„Ewee“ ist der Arbeitstitel eines Projektes, das die Kreation eines erzählenden Webshops zum Ziel hat.

Wie die erzählte Geschichte aussieht oder welche Produkte dort vertrieben werden, steht bisher noch nicht fest. Das einzige, was zum jetzigen Zeitpunkt fix ist: Ewee ist aktuell ein Kunstprojekt, das mehr beweisen soll, wie sehr der erzählerische Ansatz beim Webshoppen funktioniert.

Sollten mutige Partner Interesse an einer testweise Integration von Ewee in einen bestehenden Online-Shop haben, sind Anfragen am besten an ewee@invidea-media.de zu richten.

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Online ist nur ein Marketing-Kanal von vielen

Das Internet ist kein alleinstehender Verkaufskanal, der völlig unabhängig und autark als Anhängsel im Unternehmens-Organigramm gesehen werden sollte. Er ist ein Marketing-Kanal. Einer von vielen. Einer, der ohne weitere Kanäle viel an Wert verliert.

Wer zu Werbezwecken ausschließlich Kugelschreiber mit seinem Firmennamen und seinem Fachgebiet bedruckt und unters Volk verteilt und sonst gar nichts macht, wird kein erfolgreiches Unternehmen starten können – sofern er dies nicht mit anderen Maßnahmen verbindet oder die Zielgruppe so treffsicher erreicht, dass es fast an Marketing-Zauberei grenzt.

Internet wird von vielen Firmen – vor allem leider von vielen Neugründern – als das Allerheilmittel für Werbung gesehen. Der größte Fehler ist, dass man meint, sich ausschließlich auf Internetwerbung zu verlassen. (Wenn man eine krasse Nische betreibt, kann dies tatsächlich funktionieren – reden wir aber mal nicht von Spezialfällen.)

Ein fehlerhafter Start ist: Man nimmt eine schnell angefertigte Homepage (was für sich alleinstehend noch ein nachvollziehbarer Schritt für ein Start-Up sein kann) und beginnt mit Überlegungen, wie man bei Google nach ganz oben kommt. Nachdem man mit eigenen Versuchen als Nicht-HTML-Experte gescheitert ist, sucht man sich in seinem persönlichen Netzwerk einen Suchmaschinenoptimierer. Und hier ist schnell ein Schritt zu viel getan.

Der Suchmaschinen- oder sogar nur Google-Optimierer verspricht dann das Blaue vom Himmel und verlangt – wenn man Glück hat – unter 1000 EUR für seine Dienste.

Man wundert sich nach einigen Wochen, warum der Kundenansturm noch ausbleibt, obwohl man mit den Suchbegriffen „Branche X Mittelwestdeutschland“ bei Google unter den ersten drei Ergebnissen auftaucht und trägt die eigene Firma noch in Branchenkataloge ein und bezahlt dafür vielleicht ebenfalls noch regelmäßige Gebühren.

Vergessen Sie’s! Diese Dinge müssen Sie aufschieben, zumindest solange, bis Sie erste Aufträge durch Offline-Maßnahmen (in der Realwelt, draußen außerhalb des Internets) an Land gezogen haben.

Eine erste sehr einfache Homepage ist sinnvoll für Gründer. Dann das echte Netzwerk erweitern. Suchen Sie das Gespräch Ihrer Kunden, planen Sie Flyer, Visitenkarten und gehen Sie rum – nicht online: draußen an der frischen Luft oder in stickigen Messehallen. Definieren Sie Ihren Markt und kommunizieren Sie. Das funktioniert erstmal ohne Internet besser. Das Internet können Sie höchstens brauchen, um die Kontakte in der Offline-Welt zu finden.

Was also jetzt, wenn die ersten Unternehmensaktivitäten beginnen? Beziehungsweise: Was machen Firmen, deren Geschäft schon läuft?

Klarmachen muss man sich, dass Internet kein alleinstehender Kanal ist, der völlig unabhängig zu den restlichen Marketingaktivitäten steht. Internet wirkt ergänzend: Bauen Sie mit steigender Auftragslage Ihre Webseite mit zielgruppenrelevanten Informationen aus. Wählen Sie Informationen, die Ihren Kunden etwas nutzen.

In der Realwelt können Sie Ihre Außen-Werbemaßnahmen nutzen, um Ihren Internetauftritt bekannt zu machen. Geben Sie bei PR-Artikeln ebenso einen Hinweis auf Ihre Webseite wie auf den Kugelschreibern, die Sie massenhaft verteilen.

Gleichzeitig ist aber auch zu akzeptieren, dass man den Werbekanal Internet ernst nehmen muss. Damit ist gemeint, dass es unmöglich ist, mit einer Gratiswebpage und nur mit gutem Selbstvertrauen ausgestattet sein Unternehmen vom Internet aus raketenartig zu promoten. – Oder können Sie eine Gratisplakataktion realisieren, die Ihre Produkte in den Marktolymp schießt?

Mit einer billig gestalteten Webseite vertun Sie Ihr Image ebenso wie mit einem unprofessionellen Flyer.

Also zusammengefasst:

  1. Internet anfangs nicht überbewerten: Lieber mehr Offline als zu viel Online.
  2. Internet später langsam ausbauen: Nutzwert für Ihre Kunden.
  3. Internet mit Offline-Maßnahmen verknüpfen.
  4. Internet ernst nehmen und nicht Billiglösungen vertrauen.

Als fünften Punkt könnte ich anfügen: „Dann wird das schon.“

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Datenbankgestützte Webseite kostet fast nix

Vor kurzem wurde mir wieder einmal versteckt zwischen den Zeilen vorgeworfen, die Internet-Branche würde sich in zu hohen Honorarforderungen suhlen und Internetseiten sind ja heutzutage wirklich nicht mehr sehr kompliziert zu realisieren.

Weiter: Sogar „datenbankgestützte dynamische Internetseiten“ seien in unter einer Stunde machbar. Und da wäre dann sogar schon das Webdesign dabei.

Ich schmunzelte die Sache erstmal mit etwas Internet-Branchen-Arroganz vom Tisch. Die letzten Tage holte ich noch etwas Luft und jetzt sage ich:

Ja, klar geht das inklusive Webdesign in unter einer Stunde. Logisch ist da eine Datenbank im Hintergrund dabei – obwohl ich gerade nicht genau weiß, wieso das jetzt extra erwähnt wird. Die meisten CMS laufen heute mit einer Datenbank. Meinem Web-Kunden interessiert das aber eher selten.

Gebe ich also der Kritik einfach freie Fahrt? – Nö, weil die Aussage Unsinn ist.

Internet-Agenturen verkaufen keine Standard-Weblayouts mit CMS-Basisinstallationen. Ein Content-Management-System ist zwar wirklich in der Grundausstattung unter einer Stunde installiert. Allerdings hat der Kunde dann erstmal nur eine nackte Webseite mit Beispielinhalten.

Es fehlt die Planung für die Inhalte und das gesamte Internetkonzept mit Beratung, wie die Seite in das Gesamtkonzept und das Firmenmarketing einzubinden ist. Dazu gehört an Land gezogenes Wissen über Zielgruppen (ja, das steht hier im Plural), aber auch Wissen über Useability, eine integrierte Corporate Identity, Beratung und Durchführung über mögliche Kundenbindungsmaßnahmen und so weiter und so fort.

Für eine Unternehmenswebseite gehört zumindest die Mehrzahl dieser Positionen (inzwischen) zur Pflicht.

Der Kritiker hat da etwas Kurzsichtigkeit bewiesen: Auf seiner „Unter-einer-Stunde-läufts“-Lösung sitzen gerade einmal die Kumpels, die die Seite auf Anzeige-Fehler und Vertipper testen. Die anderen Kunden werden erstmal auf sich warten lassen.

Wer sparen möchte, darf natürlich gerne einen solchen Schnellschuss riskieren. Die Kunden kommen dann vielleicht über Suchmaschinenwerbung (kostet übrigens auch wieder was). „Irgendwann“ können Sie dann in den Suchmaschinenergebnissen bestimmt auf Seite 1 stehen. Und dann hat es sich bestimmt rentiert, von Anfang an lieber die günstigere Variante des Webdesign genommen zu haben.

Die Imageverluste durch unüberlegte Aussagen auf der Webseite oder fehlerhaftes Kommunikationsdesign werden wir dann schon in ebenso kurzer Zeit wieder kitten können.

Gottlob sind die Kunden da draußen inzwischen schon weiter als der Kritiker.

Dieser wird den Beitrag hier mal wieder als typisch Internet-Branche sehen: Da hat man nur seine Meinung gesagt und die Web-Fuzzies reagieren gleich pampig und reden sich raus. Abartig diese Branche, nicht wahr?!

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Internet ist kein Offline-Händler-Kanal

Was sind Offline-Händler?

Wie es Tante-Emma früher gemacht hat: Waren vom Großhändler eingekauft und mit Gewinnaufschlag an die Endkunden weiterverkauft. Alle, die mit dieser Strategie ein eigenes Geschäft am Laufen halten möchten, nennen wir mal „Offline-Händler“.

In den Anfangsjahren des Internets funktionierte diese Herangehensweise auch online. Mit einer Verkaufsseite stellt man Waren mit Bildern und kurzen Beschreibungen vor und verkaufte sie über einen mehr oder weniger intuitiv gestalteten Online-Shop. Offline-Händler konnten damit tatsächlich Erfolg haben. In heutiger Zeit wird dies allerdings schwieriger (es funktioniert überwiegend noch in Nischenbereichen).

Wieso bleibt der Erfolg aus?

Die Offline-Händler-Strategie scheitert aus zwei offensichtlichen Gründen:

  • Hersteller von Produkten des eigenen Sortiments verkaufen die Waren über deren eigene Webseite
  • die Händlerkonkurrenz ist zu groß

Es gibt eine einzige Lösung für dieses Problem: Biete mehr als alle anderen.

Leider führt dieser Ansatz in unzähligen Fällen zum Preiskrieg, was nur auf den ersten Blick dem Endkunden freuen sollte. Immerhin sinkt mit dem Preis oftmals auch die Qualität der zusätzlichen Dienstleistung.

Besser sein als alle anderen (also sowohl Händlerkollegen als auch Hersteller der eigens angebotenen Produkte) sollte vielmehr heißen, dass man sich die Wünsche der Kunden ansieht. Was benötigen Käufer des Produktes zusätzlich? Gibt es Möglichkeiten Produktpakete zu schnüren? Fehlen vielen Menschen Informationen, die ihnen der Hersteller nicht geben kann?

In diesen Fragen kann der Schlüssel zum Erfolg in der heutigen Zeit liegen.

Offline-Händler und Online-Händler unterscheiden sich

Das bedeutet zusammengefasst, dass der Händler im Internet des 21. Jahrhunderts andere Schwerpunkte setzen muss als der Händler der Realwelt außerhalb des Internets.

Er muss auf die Marktgegebenheiten reagieren. Dies ist vor allem die nationale, wenn nicht gar globale Konkurrenz. Ein Offline-Händler hatte die Konkurrenz in greifbarer Nähe. Je nach Branche sind dies vielleicht 10 bis 200 Kilometer.

Doch im Internet ist die 800 Kilometer entfernte Konkurrenz nur einen Klick weit entfernt. Und deshalb reicht ein gutes Sortiment alleine einfach nicht mehr aus.

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Design-Wert bei Internet-Marketing

Homepages werden immer wieder baukastenmäßig zum Schnellschuss zusammengeschustert. Was für Vereine aus Kostengründen verständlich ist, kann bei professionellen Projekten negative Folgen haben.

Der berühmte erste Eindruck

Unterschätze nie die Macht von Kommunikationsdesign! Immerhin sind Internetseiten nichts anderes als zweidimensionale Flächen, deren Inhalte gesehen werden sollen. Welches Ziel dabei beim Betrachter verfolgt wird, ist unerheblich. Dies kann der Kauf eines Produktes (kommerzielle Seite) oder auch nur das Merken von Informationen (z.B. politische Seiten) sein.

Das Aussehen der Seite – dazu gehört auch die Übersichtlichkeit und die Farbgebung – sollte sich von vornherein an den gewünschten Betrachtern – der Zielgruppe – orientieren. Nur wenn sich die Adressaten auf den ersten Blick an der richtigen Stelle fühlen, bleiben sie zur weiteren  Entdeckungsreise.

Visuelles Design transportiert Eindrücke

Auch nach dem ersten Eindruck hört der Sinn eines durchdachten Grafikdesigns inkl. Layout nicht auf: Durch die geschickte Verwendung von Grafikelementen kann der Betrachter ohne viel Lesen bereits Informationen über den Inhalt der Seite erhalten. Farben und Formen bieten wortlose Möglichkeiten der Kommunikation.

Gerade diejenigen Details, die nicht bewusst vom Seitennutzer wahrgenommen werden, wirken am stärksten. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Seitenbetreiber entweder selbst diese Details einsetzen oder einem guten Internetdienstleister mit Grafikdesigner diese Aufgabe anvertrauen.

Keine Billig-Produktion für Profi-Unternehmen

Wer eine Unternehmens-Internetseite von einem Hobby-Programmierer online stellen lässt oder einen Gratis-Baukasten für die Realisierung des Projektes verwendet, fährt in eine Sackgasse.

Wer an dieser Stelle Geld spart, zahlt doppelt. Vor allem ein möglicher Imageverlust durch unüberlegte Webauftritte wird umso wahrscheinlicher, je weniger ein Internet-Dienstleister nach den Zielsetzungen und den hauptsächlichen Kunden fragt.

Corporate Identity ist in der Realwelt vielen Unternehmen wichtig. Was online passiert grenzt oft an eine Hauptsache-schnell-im-Internet-Einstellung.

Design in Zukunft

Das Zeitalter der Klick-Dir-Deine-Homepage-zusammen-Lösungen sollte für den professionellen Bereich langsam vorbei sein. Das Potential von Internetseiten kann nur ausgenutzt werden, wenn man für eine Grundinvestition bereit ist. Früher wurde gespart und sich danach gewundert, dass es nichts nutzt.

Es ist davon auszugehen, dass der Designwert wieder mehr ins Zentrum rücken wird. Natürlich möchte man an unwichtigen Sachen sparen. Und die Grafik ist mehr die Kür als die Pflicht. Doch gerade in der Kür hebt man sich von Konkurrenzanbietern ab. Und das ist das Ziel von Werbung und damit im Business-Bereich auch das Ziel von Internetauftritten: Sich abheben.

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Musikvideo drehen als Marketingkonzept

Bei manchen Nachwuchsbands denkt man sich, warum die nicht endlich den Durchbruch schaffen. Sound stimmt, das Auftreten ist stylisch und regional haben sie bereits ihre festen Anhänger. Aber darüber hinaus will sich der Erfolg einfach nicht einstellen.

So mancher Newcomer hat nach einigen erfolgreichen Regionalauftritten dann auch aufgegeben.

In vielen Fällen ist das fehlende Budget schuld, dass es nicht weitergeht. Das Musikerdasein soll sich ja irgendwann rentieren und nicht nur Geldfresser sein.

Das Geheimnis ist, dass heute ohne enormem Einsatz – teils zeitlich, überwiegend aber auch finanziell – kaum ein Hochkommen möglich ist. Wie man die finanzielle Lücke schließt, steht auf einem anderen Blatt. Ein Teil davon ist die Präsentation der eigenen Band in Ton aber auch in Bild.

Dieses Vorhaben realisierte ich als Produktionsleiter mit der Oberpfälzer Band CRUIZZEN im August 2008. Das Ziel war ein Musikvideo, das den Stil der Band widerspiegelt und das Potential der Gruppe zeigt. Als Ergebnis halten die Jungs nun ein Roadmovie-Musikvideo in der Hand, das zum Gesamtmarketing einen entscheidenden Beitrag leistet.

So ein Werk kann Türen öffnen, wenn der Inhalt stimmt und das Image der Band eingehalten wird. Von Schnellschüssen sollte man in diesem Fall absehen. Am Beispiel des Musikvideos „Crazy Dayzz“ soll die Stärke von Narrativem Marketing und dessen Nutzung für weitere Marketingaspekte vorgestellt werden.

Folgende Maßnahmen und Ziele sind im Rahmen eines Marketingkonzeptes für Newcomer zu bedienen:

  • Internetplattformen
  • Veranstalter kontaktieren
  • Presse (vor Dreh, sowie nach Veröffentlichung)
  • Subkulturen erreichen
  • Imagepflege

Gehen wir diese Punkte Schritt für Schritt durch, um die Wirkung des Musikvideos für diese Kategorien zu sehen.

Musikvideo auf Internetplattformen

Musikvideos lassen sich inzwischen kostenlos auf vielen Plattformen präsentieren. Die bekannten Plattformen ohne thematische Beschränkungen sind die naheliegendsten. Aber auch auf Musikvideos spezialisierte Plattformen gibt es bereits.

Das Ziel ist in diesem Fall, in der Szene aktiv zu sein. Auch die Bands untereinander sollten sich kennen. Es werden sich so von ganz alleine Freundschaften entwickeln und schon kann man sich gegenseitig auch mal Auftritte verschaffen.

Nicht zuletzt sind auf solchen Plattformen – vorausgesetzt der Inhalt ist überwiegend hochwertig – auch Headhunter unterwegs. (Es wimmelt nicht davon, aber sie sind unterwegs.)

Die Musik-Fans sollte man dann am wenigsten vergessen: Sie können das Zünglein an der Waage sein. Wer seinen Lieblingssound gefunden hat, dem ist der Bekanntheitsgrad der Band erstmal unwichtig. Diese Leute bleiben am Ball und verfolgen regelmäßige News.

Diese Kontakte sollte man pflegen, indem man auch eine Homepage – und sei es auf MySpace – aktiv betreibt und Neuigkeiten verstreut. Falls mal nicht so viel passiert, reichen auch mal neue Fotos oder veröffentlicht dort doch einfach Soundschnipsel eines neuen Songs, den ihr mitgeschnitten habt. – Sollte nicht euer Schaden sein!

Internetplattformen mit dem eigenen Musikvideo zu füttern kann für Musikgruppen wichtigen Traffic bedeuten. Ist der Inhalt nicht Standard, sondern besser als Videos von vergleichbaren Gruppen, kommen Verlinkungen von alleine. Gerade Erzählinhalte im Gegensatz zu reinen Band-plays-on-one-Location-Lösungen sind dafür sehr gut geeignet.

Musikvideo für Veranstalter

Ein Veranstalter muss sich überlegen, mit welchen Bands sein Vorhaben erfolgreich wird. Zur Abschätzung benötigt er gutes Material, das die Musikgruppe in bester Manier zeigt. Live-Aufnahmen taugen natürlich genauso wie ein Musikvideo – nur sollte die Qualität der Aufzeichnung nicht an Handymitschnitte erinnern.

Als Komplettierung einer Bewerbungsmappe an einen Veranstalter kann ein Musikvideo – auch mit Live-Ausschnitten – sehr gut das Image der Band transportieren. Mit heutiger Technik ist es ein leichtes, eine DVD mit den Videos und zusätzlich als Alternative einen Link zu einer Online-Version anzugeben.

Falls der Veranstalter sich tatsächlich für die Gruppe entscheidet, kann das Musikvideo für den Veranstalter selbst als Teil seiner eigenen Werbung für die Veranstaltung dienen. Das geht dann Hand in Hand und langsam zahlt sich der Aufwand der Musikvideo-Produktion aus.

Musikvideoproduktion in der Presse

Gute PR muss nicht schweineteuer sein. Größere Drehs vor allem außerhalb von Medienregionen sind durchaus ein Thema für die lokalen Tageszeitungen. Die Zielgruppe beschränkt sich in diesem Fall zwar nur auf die Bewohner der unmittelbaren Region. Dies ist aber ebenfalls ein wichtiger Teilbereich im Gesamtkonzept.

Bereits in der Vorproduktionsphase sollte der Kontakt zu den zuständigen Journalisten gepflegt werden. Anstehende Drehtermine, die für eine Berichterstattung mit Fotos geeignet sind, lassen sich dadurch frühzeitig abstimmen. Im Optimalfall ist am Tag des Drehs auch jemand eigens für die Kommunikation mit dem Journalisten anwesend. Das eigentliche Drehteam wird sich selten ausreichend für die Versorgung mit Hintergrundinfos und Ablaufplänen kümmern können.

An dieser Stelle sei ebenfalls erwähnt, dass es bei Erzählinhalten für die Presse mehr zu berichten gibt: Eine Geschichte in Kurzform zu erzählen dauert länger als zu beschreiben, dass das Video die Band inmitten einer Blumenwiese zeigt. Und längere Berichte heißen auch mehr Aufmerksamkeit, weil sie besser ins Auge stechen.

Nach Abschluss der Produktion und kurz vor Veröffentlichung kann ein kleiner Rückblick mit Bekanntgabe eines Premieretermins ein weiterer Anlass für einen zweiten Artikel sein.

PR ist wichtig und zielt in Falle eines Musikvideodrehs für Newcomer-Bands meist auf die nähere Region. Diese Zielgruppe ist nicht zu unterschätzen, da vor allem die lokalen Veranstalter aufmerksame Leser des Kulturteils einer Lokalzeitung sind.

Die Erzählinhalte sind oft auch Grund für Mund-zu-Mund-Werbung. Im Falle von „Crazy Dayzz“ habe ich öfter schon Aussagen in der Art gehört: „Ach, das ist doch das Video, in dem er das falsche Auto volltankt.“ – Genau so muss es sein.

Musikvideos für Subkulturen

Einerseits sind mit Subkulturen hier die Anhänger der spezifischen Musikrichtung einer Band gemeint. Jedoch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass in einem Musikvideo oft weitere Subkulturen thematisiert werden.

Kommen Motorräder vor – wie etwa bei „Crazy Dayzz“ -, sind Motorradclubs möglicherweise durchaus interessiert an dem Material. Spielt das Hauptthema auf einer Go-Cart-Bahn, sollte klar sein, dass das Video bei Go-Cart-Fahrern von Interesse sein kann.

Natürlich reicht es nicht, wenn eine Harley für 4 Sekunden einmal durch das Bild fährt. Es sollte sich um einen zentralen Aspekt drehen, der für die Anhänger des Themas möglichst interessant sein sollte. Eine Go-Cart-Fahrt mit spektakulären Manövern, oder eine Go-Cart-Fahrt, die aus der Cartbahn ausbricht und in der Stadt weitergeht, sind Beispiele dafür.

Wenn man nun in der Planung des Drehs die anzusprechenden Subkulturen bereits so definiert, dass diese auch Teile der Band-Zielgruppe sind, hat man den Grundstein für einen weiteren guten Marketing-Abschnitt gelegt.

Sucht dann einfach nach Plattformen, Foren und Web-2.0-Communities, in denen die Subkultur aktiv ist und der Weg ist der richtige. Für letzteren Weg gilt: Nicht spammen, sondern mitwirken! Im Optimalfall wart ihr auf den Plattformen bereits vorher aktiv und seid es nachher immer noch.

Musikvideos zur Imagepflege

Das ist ein abstrakter Begriff. Er meint in diesem Fall, dass das Image der Band in einem Musikvideo sehr gut kontrollierbar ist. Die Gestaltung des Inhalts, das Auftreten der Bandmitglieder – all das ist mit professioneller Unterstützung in der Drehbuchgestaltung anpassbar auf das gewünschte zu kommunizierende Image der Musikgruppe.

Jede Band betont bei Live-Auftritten auf der Bühne bestimmte Charakterzüge – ob bewusst oder nicht, ist unerheblich. Jedoch lässt sich vor allem im erzählerischen Umfeld die Steuerung der Charakterzüge gut kontrollieren. Dies liegt an der Verpackung in Geschichten, die das Verhalten von Personen sehr gut in Abläufen zeigen kann.

Und dies ist gerade die Definition von Narrativem Marketing: Das Vermitteln von Stärken und Alleinstellungsmerkmalen zur Präsentation eines Produktes auf dem Markt durch Geschichten.

Musikvideos und Narratives Marketing – Zusammenfassung

Musikvideos können auch ohne große Geschichten und aufwendig erarbeitete Dramaturgie erfolgreich sein. Mit durchdachter in Szene gesetzter Performance lässt sich auch ein Musikvideo im Bandprobenraum effektiv umsetzen.

Doch das Abheben im Rauschen des Newcomer-Marktes im Internet wird mit interessanten und auf die Band abgestimmten Geschichten leichter. Narratives Marketing bietet viele Vorteile:

  • Bleibt im Gedächtnis
  • Macht das Produkt (hier Musikvideo) einzigartiger
  • Sorgt für Kommunikation der Nutzer / Betrachter

Der Nachteil ist:

  • Mehr Aufwand bei der Produktion (Storyentwicklung)

Muss man halt abwägen.

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